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Die Stadt im Zeichen von
Kunst und Kreativität

Das Bergische Land kann mit einer breit aufgestellten Kunstszene punkten

Seit Mittwoch läuft in der Helios-Klinik Bergisch Land eine Ausstellung mit Werken von sieben Malerinnen aus der Region. (Foto: AS)

(W./AS) Kunst liegt bekanntermaßen immer im Auge des Betrachters. Das ist auch gut so, denn so verschieden die Geschmäcker sind, so vielseitig ist auch die Kunstszene im Bergischen Land.
„Immer mehr Menschen suchen trotz zunehmender Bedeutung der Digitalisierung im Alltag einen Ausgleich“, weiß Eugenia Kerrines aus ihrer jahrelangen Erfahrung zu berichten.
Den genannten „Ausgleich“ suchen – und finden – immer mehr Menschen in der Kunst. Sie leben sich kreativ aus, sie bildhauern, sie modellieren – und sie malen. „Der Schaffensprozess schafft Erholung für die Seele“, weiß Kerrinnes. In Moskau geboren, studierte sie Malerei und Illustration und arbeitete später für die russische Nachrichtenagentur RIA, bevor sie vor gut zwanzig Jahren nach Deutschland kam.  Hier arbeitete sie als Dozentin an unterschiedlichen Kunstschulen. Seit 18 Jahren unterrichtet sie Kunst. 2016 wagte sie den Sprung in die Selbstständigkeit und gründete ihre eigene Galerie mit Malschule, die sie mit ihrem Mann Bernd Duschek an der Stadtgrenze von Wuppertal zu Remscheid, „einer kleinen Stadt im Bergischen“, wie sie lächelnd hinzufügt, betreibt.
Eugenia Kerrinnes realistische Malerei zieht den Betrachter durch perfektes handwerkliches Können, durch ausgefallene Themenauswahl und eine gute Brise Fantasie auf den ersten Blick in den Bann. Seit Mittwoch stellt Eugenia Kerrinnes gemeinsam mit sieben ihrer Schülerinnen 54 Werke unterschiedlichster Coleur in der Helios-Klinik Bergisch Land im Ronsdorfer Saalscheidt aus.
Beeindruckt ist die Künstlerin von der Dauer der Ausstellung: Bis zum Mai kommenden Jahres werden mehrere tausend Besucher, das Klinik-Personal und die Patienten an den Bildern vorbeikommen, um die Kunst von Kerrinnes und ihren Schützlingen zu bewundern.
Eine der Schülerinnen ist die Remscheiderin Angela Heise. Seit sieben Jahren malt sie, begann unter der fachlichen Leitung von Eugenia Kerrinnes, ihre Fantasie zu entfalten und in Pinselstriche und Farbkombinationen umzusetzen. Für Heise bedeutet das Malen „Abschalten vom Alltag“, und sie könnte sich ein Leben ohne die Kunst nicht mehr vorstellen.
Anke Rauner konnte in dieser Woche ebenfalls eine Vernissage feiern: In den Räumen des Christlichen Altenheimes am Friedenshort in Ronsdorf stellt sie bis zum Ende des Jahres 21 Bilder aus. Kreativ war die Ronsdorferin nach eigenen Angaben schon immer: „Früher habe ich gezeichnet, in der Firma immer wieder Glückwunschkarten gezeichnet – richtige Unikate waren das damals“, erinnert sie sich an das Berufsleben als Fremdsprachenkorrespondentin bei Grote und Hartmann.
Vom Zeichnen zum Malen kam sie vor fast 20 Jahren durch einen Malkurs, der im Elberfelder Hobbyhaus angeboten wurde. „Dabei habe ich die Acryl-Maltechnik kennen und lieben gelernt“, schmunzelt die Künstlerin, die sich gern mit Naturmotiven auseinandersetzt.
Dabei möchte sie den Betrachter nicht zum Nachdenken anregen – sie möchte mit Bild- und Farbkomposition überzeugen. Dabei ist Rauner eines wichtig: „Ich bin noch lange keine fertige Malerin, denn das Malen ist immer auch ein ständiger Lernprozess, bei dem man seine Technik verbessern kann.“ 

Wilde Wälder ohne Wölfe

Wuppertal ist kein Terrain für Wolfsrudel



Die Gefahr, im herbstlichen Wald des Bergischen Landes einem Wolf zu begegnen, ist gering. (Foto: AS)

(W./AS) Der Wolf ist immer wieder Thema in verschiedenen Meldungen. Der Grund ist, dass NRW Anfang des Monats sein erstes Wolfsgebiet offiziell ausgewiesen hat. Das Areal liegt am Niederrhein, wo mehrmals Wölfe gesichtet worden sind. Gerissene Schafe und Kot von Wölfen ließen keinen Zweifel mehr offen. Der Wolf ist im Raum Wesel heimisch geworden.
Die Frage, ob auch das Ber-gische Land zum offiziellen Wolfsgebiet erklärt werden könnte, wird vom Forstamt der Stadt allerdings klar verneint. Es gebe zu wenig Rotwild in den heimischen Wäldern, und Rotwild gehört zur Hauptnahrung der Raubtiere. Zudem gebe es hier – trotz großer Wälder – keine ausreichend große Fläche, um ein Wolfsrudel ansiedeln zu können.  Man könne aber wohl nicht ganz ausschließen, dass sich einmal ein einzelnes Tier in die Bergischen Wälder verirre, heißt es dazu aus dem Forstamt der Stadt Wuppertal. Apropos Bergisch: Die Wälder in unserer Region seien dem Wolf zu bergig, sagt Jörg Liesendahl von der Naturschule Grund in Lüttringhausen. Auch Menschen, die ihre Freizeit im Wald verbringen, halten den Wolf davon ab, sich hier niederzulassen.
An diesem Sonntag, dem 14 Oktober, ist übrigens „Tag des Wolfes“. In der Zeit von 10 bis 16 Uhr lädt die Wuppertaler Stadtion Natur und Umwelt in die Jägerhofstraße 229 ein, um über den rätselhaften Wolf aufzuklären. Schäfer, Wolfsberater und Hundetrainer stehen für  die Fragen der Besucher bereit;  auch für Kinder gibt es zahlreiche Aktionen rund um den Wolf.

Auf der Suche nach dem Wasser

Leibniz-5er entführten auf musikalische Weise nach Afrika



(Lü.) Die Tiere sind in heller Aufruhr: Seit Monaten hat es in Afrika schon nicht geregnet. Zebra, Elefant, Löwe und Co. sind beunruhigt – wo sollen sie bloß Wasser finden? In ihrer großen Not befragen sie das Orakel, aber das gibt nur augenscheinlich komische Antworten. Doch die Hinweise stimmen, allerdings wird das gefundene Wasser immer gestohlen. Von wem bloß? Ausgerechnet der liebe Buschhase Tschipo ist es, der durch sein Flötenspiel hinter das Geheimnis kommt. Dass ein Gespensterleben aber auch so langweilig sein muss... Das Musical „Kwela, Kwela“ von Andreas Schmittberger präsentierten in dieser Woche in gleich sechs Aufführungen für Grundschüler und Eltern die neuen Klassen 5 des Leibniz-Gymnasiums in Lüttringhausen. In nur wenigen Wochen seit Schulbeginn brachten sie das „afrikanische Märchen“ mit Pfiff auf die Aula-Bühnes und begeisterten nicht nur das Publikum restlos. „Die Gags sind alle angekommen“, freute sich Schulleiter Dr. Thomas Giebisch, der zwischendurch auch selbst aktiv wurde und seine Flöte aus dem Jackett zog. Die „Klasse-Leistung“ der Schauspieler attestierte er auch dem aufwändigen Bühnenbild, das „fast an ,Der König der Löwen’ rankommt“. (Foto: MM)

Herbstliches auf der großen Wiese

Goldener Herbst pünktlich zum Erntedankfest eingekehrt



Frischer Saft von Streuobstwiesen. (Foto: AS)

(Lü./AS) Pünktlich zum Streuobstwiesenfest auf dem Außengelände der Evangelischen Stiftung Tannenhof zeigte sich der Oktober von seiner goldenen Seite.
Es war, als hätten die Veranstalter einen guten Draht zu Petrus, der die Besucher in Scharen nach Lüttringhausen pilgern ließ. Geboten wurde am Tag des Erntedankfestes wieder viel für die großen und kleinen Gäste. Nicht nur bei den Kids kamen die historischen Schlepper der Treckerfreunde Remscheid gut an – immer gut frequentiert waren die Rundfahrten im Planwagen.  Wenige Meter weiter warteten Ponys darauf, ausgeführt zu werden. Saftfreunde konnten sich am Stand der Ronsdorfer Apfelsaftmanufaktur von Harald Auer frisch gepressten Apfelsaft mitgeben lassen.

Erster Sieg für BTV-Minis

Nach Aufwärmphase lief es rund für den Nachwuchs



Für den BTV Ronsdorf Graben im Einsatz: Santiago, Tobias, Moritz, Andrej, Luis, Felix, Vincent, Niilo, Phillip und Julian. (Foto: privat)

(Ro./Red.) Am Sonntag konnte die U10 von BTV Ronsdorf Graben mit neuen Trikots durch Rollladen Reinartz neu eingekleidet seinen ersten Saisonsieg in der Oberliga einfahren.
Dabei begann das Spiel gegen den TSV Hagen 1860 sehr zäh. Mit viel Respekt und wenig Zugriff gestalteten sich die ersten beiden Viertel sehr ausgeglichen. Die Ronsdorfer Mannschaft, die bis auf eine Ausnahme aus dem jüngeren Jahrgang besteht, legte eine gute Intensität an den Tag, war jedoch noch nicht wirklich bissig und packte nicht richtig zu. Viele vergebene Chancen und viele Wechsel beider Trainer sorgten für einen ausgeglichenen Halbzeitstand von 16:16.
Auch das dritte Viertel begann in gleicher Manier: trotz der hohen Laufbereitschaft vor allem auch der ganz neuen Mitspieler Julian, Andrej, Tobias und Santiago, konnte die Mannschaft die viel geübten Korbleger nicht in Punkte verwandeln. Erst nach einer erneuten Auszeit waren dann alle wirklich wach. Die sehr gute Verteidigungsleistung von allen fünf Spielern auf dem Feld, durch die viele Bälle gewonnen werden konnten, wurden dann durch das zusätzlich noch gute Passspiel endlich durch Punkte belohnt.
Durch einen Super-Dreier von Vincent und abwechselnden Korblegern von Philipp und Moritz erspielten sich die Ronsdorfer eine 17-Punkte-Führung, und ließen im vierten Viertel bis zwei Minuten vor Ende des Spiels keinen Punkt zu. So konnte das Spiel in den letzten Minuten mit allen Anfängern beendet werden und ein verdienter 31:43 Sieg erzielt werden.