Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Kirchen-Gemeinden der Region sind nun digital

Immer mehr Gottesdienste werden aufgrund der Lage online angeboten

Durch die Kontaktsperre sind öffentliche Gottesdienste in Corona-Zeiten tabu. (Foto: AS)

(Ro./AS) „Das Erzbistum Köln hat verfügt, dass die Feiern aller öffentlichen Gottesdienste an allen Orten des Erzbistums bis einschließlich 19. April eingestellt werden.“ Klare Worte im Hinblick auf die Maßnahmen zur Corona-Krise, die natürlich auch die Gemeinden im SonntagsBlatt-Land betreffen; in diesem Falle die Katholische Gemeinde Sankt Joseph. „Unsere Unterkirche steht für das persönliche Gebet täglich zu den gewohnten Zeiten unter Beachtung der allgemein bekannt gemachten Hygieneregeln und der jeweils geltenden amtlichen Verfügungen zur Verfügung“, sagt Pfarrer Gerd Stratmann. Vieles gehe momentan nur online – allerdings sehen die Gemeinden auch die neuen Chancen, denn digital erzielen sie ganz andere Reichweiten. Gottesdienste und Andachten sind derzeit auf vielen Websites der Gemeinden hinterlegt. „Mit einem Klick auf das Kalendarium können Sie die tagesaktuellen Lesetexte anschauen, die von der Erzabtei Sankt Martin zu Beuron für den deutschsprachigen Raum zur Verfügung gestellt werden“, heißt es auf der Seite der Katholischen Gemeinde. Auch stelle das Portal „domradio.de“ das jeweilige Tagesevangelium zum Anhören bereit. Gottesdienste aller katholischen Kirchen im Stream stellt die Website www.kirche.tv online für die Kar- und Ostertage zur Verfügung.
Auch spenden geht derzeit online – wenn man am Onlinebanking teilnimmt: Seit Jahrzehnten unterstützt die katholische Kirche Sankt Joseph Ronsdorf die Arbeit des Hilfswerks Misereor in armen Ländern. Da die Kollekte in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden kann, bittet Pfarrer Gerd Stratmann um Unterstützung für das Misereor Hilfswerk per Überweisung auf das Konto IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website des Hilfswerks www.misereor.de.
Digitale Zeiten herrschen auch in der Evangelisch-reformierten Gemeinde: Dort wurde zusätzlich der Betrieb des „Café Calvin“ und des Gemeindeamtes eingestellt. „In diesen irritierenden Zeiten bemüht sich die Gemeinde, nicht den Kontakt zu ihren Gemeindegliedern und Freunden zu verlieren“, sagt Mirjam Steinhard. „Unter dem Motto: ,Gottes Wort ist nicht gebunden‘ ... auch wenn wir zur Zeit weitgehend an unsere Häuser ‚gebunden‘ sind,  wird als Ersatz für die immer gut besuchten Gottesdienste einmal pro Woche ein Video produziert, das auf der Homepage der Gemeinde www.reformiert-ronsdorf.de zu sehen ist. „Viele Menschen ,versammeln’ sich dann an ihren Computern, um ,gemeinsam’ Gottesdienst zu feiern“, erläutert Steinhard. Wer keinen Zugang zum Internet hat, kann alternativ eine Audio-CD oder wenigstens den Predigttext auf Papier bestellen. Zusätzlich helfe man älteren Menschen bei Einkäufen oder Besorgungen. Auch wurde vom Besuchsdienst ein Telefonnetzwerk eingerichtet. „Wer Hilfe braucht oder Kontakt möchte, kann sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, im Gemeindeamt unter 46 49 43 (Anrufbeantworter) oder bei Dagmar Hannes unter 4 66 01 08 melden.
„Die Krise macht Kirche erfinderisch“, heißt es auch aus der Evangelischen Kirchengemeinde Ronsdorf: Dort werden älteren Menschen, die nicht online unterwegs sind, die Internet-Predigten der vergangenen zwei Sonntage in den Briefkasten gesteckt. Doch ansonsten gilt auch hier das digitale Gebot der Stunde: Dort wären am vergangenen Sonntag im Rahmen des Gottesdienstes die neuen Presbyter in den Dienst gestellt worden. Aufgrund der Tatsache, dass Gottesdienste nicht stattfinden können, waren die scheidenden, die wiedergewählten und die neuen Presbyter im Online-Gottesdienst auf www.evangelisch-ronsdorf.de miteinander verbunden, der aus der Lutherkirche kam.  Vorreiter war die Freie Evangelische Gemeinde Ronsdorf: Hier wurde der „Online-Gottesdienst“ auf www.feg-ronsdorf.de schon vor einigen Wochen vorgestellt (das SonntagsBlatt berichtete). 

 

Abschied von Carola Twardella

Nachruf auf eine brillante Ronsdorfer Theologin

(Ro./Red.) Traurig, aber auch voller Dankbarkeit nimmt die Evangelisch-reformierte Gemeinde Ronsdorf Abschied von Carola Twardella, geborene Denkhaus.
Sie verstarb am 27.03.2020 im Alter von 87 Jahren.
Carola Twardella war nicht nur eine brillante Theologin, die es verstand, die Bibel auszulegen und ihre Botschaft mitten ins Leben zu ziehen, sie war auch eine überaus fürsorgliche und seelsorgliche Frau, die vielen Menschen in unserer Gemeinde in schweren Zeiten eine große und treue Hilfe gewesen ist.
Wie gelebter Glaube aussehen kann, hat sie immer umgetrieben. Daher kam ihr Einsatz für ein Mehr an Gerechtigkeit in unserer Welt, den sie auch als Mitbegründerin des „Eine-Welt-Ladens“ zum Ausdruck brachte. Sie suchte keine einfachen, moralisierenden Antworten, sondern machte sich sachkundig, reflektierte Zusam-menhänge und suchte bei aller Entschiedenheit in der Sache nach dem nächsten möglichen kleinen Schritt.
Als Verkündigerin des Evangeliums war es ihr wichtig, dass der Zuspruch der Gnade Gottes uns zur Dankbarkeit führt, die sich im Tun Ausdruck verschafft.
Das schloss für sie sowohl den menschenfreundlichen Um-gang miteinander ein, als auch den Einsatz für eine Welt, in der auch die Enkelgeneration noch gut leben kann.
Wir werden ihre Person und ihre tröstenden und mahnenden Worte vermissen und nicht vergessen.
Im Glauben, der sie trug, durfte sie am vergangenen Freitag friedlich im Diakoniezentrum in Ronsdorf sterben, wie es ihr Wunsch war. Wir geben sie voller Vertrauen in Gottes Hand und wissen uns durch ihn bleibend auch mit ihr verbunden in der Hoffnung, dass Gott alle Tränen abwischen wird und alles Leid endet und der Tod nicht das letzte Wort sprechen wird, sondern Jesus Christus, der sagt: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ (Johannes 14,19).
Das Presbyterium der Evangelisch-reformierten Gemeinde Ronsdorf.

 

Ein besorgter Bürger schreibt

Wirtschafts-Viren bedrohen unsere Volkswirtschaft

(Ro./Red.) Das Coronavirus ist wie alle neuen Viren eine große Gefahr für uns Menschen weltweit. Alle Staaten versuchen nun dadurch, da sie selbst durch ihre Berater in Panik versetzt werden, durch Ausgangssperren und Verkaufsverbote etc. zu erreichen, dass das Virus sich langsamer verbreitet.
Aber die viel größere Gefahr besteht für unser „Wirtschaftssystem“ durch das Stilllegen der gesamten Weltwirtschaft von 100 auf 0 bis 10 Prozent! Denn jetzt zerstört dieser neue bisher nicht so richtig wahrgenommene Virus – das sind die globalen, internationalen Monsterfirmen wie Amazon, Alibaba, Monsanto usw. – das Wirtschaftssystem.
Ich fasse sie unter dem Begriff „Wirtschafts-Viren“ zusammen, abgekürzt W.V.! Weltweit zerstören diese W.V. schon länger fast unbemerkt unsere gesamte bestehende Infrastruktur und unser Sozialwesen in den Städten und in den Gemeinden. Denn diese Firmen nutzen die durch Steuern und Abgaben der ansässigen Geschäfte geschaffenen Strukturen schamlos zu ihrem Vorteil aus.
Denn vor Steuern und Abgaben weiß sich dieser W.V. erfolgreich zu schützen – durch die bestehenden Möglichkeiten ihre Gewinne besonders klein zu rechnen – oder zu umgehen.
Je länger für diese W.V. dieser Freibrief gilt und das Verkaufsverbot für die normale Geschäftswelt aufrecht erhalten bleibt, umso tiefer fressen sich diese W.V. in unsere Wirtschaftsordnung ein und zerstören sie dann durch den Konkurs der normalen Geschäfte nachhaltig und endgültig.
Normalerweise würde in dieser Zeit, in der die Geschäfte und Läden nicht öffnen dürfen, ein gewisser Nachholbedarf für alle Artikel entstehen, die man in dieser Zeit nicht kaufen kann. Das würde nach Aufhebung der Schließung einen Anschub und einen gewissen Umsatzausgleich für die Wirtschaft weltweit bringen, der den Verlust durch das Verkaufsverbot etwas erträglicher machen würde.
Da jedoch diese W.V. weiterhin alles verkaufen dürfen, wird kein Nachholbedarf vorhanden sein. Die Staatszuschüsse werden bei der Wiedereröffnung aufgezehrt sein und die Firmen haben keine Überlebenschance mehr.
Zum Beispiel Amazon hat allein im letzten Halbjahr 2019 sein Wachstum in Deutschland um 35 Prozent gesteigert.
Will man tatsächlich, trotz des Wissens dieser Tatsachen, den Untergang aller Städte und deren Infrastrukturen ohne Gegenmaßnahmen in Kauf nehmen?
Wenn unsere Regierung diese Tatsachen weiterhin ignoriert, werden mit Sicherheit nach Aufhebung des Verkaufsverbotes in den Städten und Gemeinden über 50 Prozent der Geschäfte geschlossen bleiben oder kurz danach endgültig schließen. Die W.V. werden in dieser Zeit die gesamte Kaufkraft, die danach sowieso geringen ist, abgeschöpft haben.
Danach können die Kunden weltweit fast nur noch bei diesen W.V. kaufen, da es dann kaum noch Alternativen gibt. Den Preise werden dann – wie man es jetzt schon sieht – allein von diesen W.V. bestimmt. Das wird dann nach dem Gesundheitschaos die viel schmerzhaftere und schlimmere Weltwirtschaftskrise (Katastrophe) sein.
Ein Großteil der Riesensummen aus den Rettungspaketen werden sich danach auf den Konten der W.V. wiederfinden. Und diese W.V. können dann noch schneller als bisher alles aufkaufen. Darf unser Staat so etwas überhaupt zulassen?
Unsere Bundestagsabgeordneten schwören in ihrem Amtseid: „ ... alle Kraft dem Wohle des Deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz wahren ... usw.“ Es steht nichts davon geschrieben, das Volksvermögen an Firmen wie Amazon und andere globale internationale Firmen umzuleiten!
Diese W.V. haben bisher nicht und wollen auch weiterhin in Deutschland fast keine Steuern zahlen.
Wieso werden solchen Firmen in der jetzigen dramatischen Situation keine Auflagen gemacht, sondern nur der gesamten Bevölkerung? Je länger die Verkaufsverbote für hiesige Geschäfte anhalten, desto höher ist der Gewinn für die W.V.!
Die Infrastruktur der Städte und Gemeinden haben die dort ansässigen Geschäfte durch ihre Steuern und Abgabne aufgebaut und mit Leben erfüllt. Sollen diese Geschäfte jetzt diesen W.V. geopfert werden?
Der Philosoph Richard David Precht hat der Regierung eine gute Idee vorgeschlagen: Solche globalen Firmen, die fast nirgendwo Steuern bezahlen, mit sehr humanen 20 Prozent zu besteuern.
Die müssten dann an die Städte und Gemeinden zum Ausgleich der wegbrechenden Gewerbesteuern und anderen Ausfällen ausgezahlt werden. Damit könnte man wenigstens die Infrastruktur am Leben erhalten.
Wenn der Staat die Macht und das Recht hat, für unser Gesundheitswesen den Ausnahmezustand auszurufen, für eine Gefahr, die auf uns zukommt, dann hat der Staat auch das Recht und die Pflicht, unsere Volkswirtschaft vor einer Gefahr zu schützen, die durch solch globale Firmen wie diese W.V. auf uns zukommt, zum Beispiel durch ein Verkaufsverbot.
Wenn uns unser Staat nicht vor dieser Wirtschaftsdiktatur schützt und den übermächtigen globalen Firmen freie Hand lässt, wird es nach dem Ende der Schließung auch keinen Mut für einen Wiederanfang mehr geben.
Ich glaube, es ist den meisten Menschen in Deutschland nicht klar: Das Wort „Bürger“ bedeutet, wir „bürgen“ und müssen für alle Fehler, die unsere Regierung macht, mit allem haften.
Das heißt: Für die Milliarden, die unsere Regierung jetzt verteilt, bürgen wir persönlich. Daher möchte ich auch verhindern, dass diese Hilfsmilliarden indirekt bei diesen Wirtschafts-Viren in die Kassen gespült werden.
Sollten wir nicht diese jetzt bestehende Chance dafür nutzen, unsere Lebensweise, die sich in der letzten Zeit unaufhörlich in eine Lebensbedrohung entwickelte, zu überdenken und zu ändern?
Eine bessere Gelegenheit, die Geschwindigkeit zu drosseln und etwas mehr Natur zuzulassen, wird es so schnell nicht mehr geben.
Diese W.V. müssten weltweit gezwungen werden, ihren Umsatz im jeweiligen Land mit mindestens 10 Prozent zu versteuern! Wichtig: Nicht vom Gewinn, denn der wird sowieso jeweils mit „legalen“ Mitteln kleingerechnet.
Alle Geschäfte, Onlinehändler, kurz alle Gewerbetreibenden in Deutschland müssen Steuern und Abgaben bezahlen, wieso diese Wirtschafts-Viren, die nichts zu unserem Gemeinwohl beitragen, nicht?
Das soll ein Denkanstoß für alle die Abgeordneten im Deutschen Bundestag undund Bundesrat sein, die sich noch wirklich über unser Volk und unsere demokratische Grundordnung Gedanken machen!
Ich fühle mich als ein ganz normaler Bürger, bin Handwerker, parteilos und neutral.
Hans Horst Thomas, Lüttringhauser Straße, Ronsdorf. „Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!“">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Was meinen Sie?

Teilen Sie die Denkanstöße und Befürchtungen von Hans Horst Thomas zur wirtschaftlichen Situation in unserem Lande?
Sagen Sie uns Ihre Meinung per Brief an SonntagsBlatt, Am Stadtbahnhof 18, 42369 Wuppertal oder Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!%20">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser des SonntagsBlattes

Zur Zeit bestimmt das Corona-Virus alle Abläufe unseres Lebens, ob wirtschaftlich oder privat. Das verlangt ein höchstes Maß an Selbstdisziplin, aber auch Disziplin im Umgang mit unseren Mitmenschen. Solidarität ist nötiger denn je, damit auch Schwächere durch diese Krise kommen können.
Für unsere Zeitung heißt das unter anderem, dass wir Sie weiter über Einschränkungen und Verbote unterrichten wollen, aber auch über die guten Beispiele von Nachbarschaftshilfen und Aktionen jeglicher Art, die uns helfen, diese Krise zu bestehen.
Da das kulturelle Leben fast zum Stillstand gekommen ist, können wir zur Zeit leider nicht mehr über Veranstaltungen, Konzerte, Vorträge, Versammlungen und Sportveranstaltungen berichten, wie Sie es von uns gewohnt sind.
Trotzdem werden wir uns bemühen, Ihnen weiter ein SonntagsBlatt zu präsentieren, das Themen behandelt, die Sie interessieren und an denen Sie Freude haben.
Weil sich das SonntagsBlatt nur über Anzeigen finanziert, sind wir natürlich auf kontinuierliche Insertionen angewiesen. Da aber bei vielen geschlossenen Geschäften auch dies sehr schwierig wird, werden auch rund um das SonntagsBlatt einige Veränderungen wahrscheinlich. Wir halten Sie auf dem Laufenden – versprochen.
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