„Orange your city“ setzt Zeichen gegen Gewalt

Zonta-Club und UN Women machen auf internationale Probleme aufmerksam

Doris Keller (li.) leistet Überzeugungsarbeit in Ronsdorf, sie macht auf die Gewalt gegen Mädchen und Frauen aufmerksam. (Foto: AS)

(Ro./AS) Weltweit werden rund 35 Prozent aller Frauen und Mädchen Opfer von körperlicher oder sexualisierter Gewalt. Das hat der Zonta International Club zum Anlass genommen, die Kampagne „Orange your City“ ins Leben zu rufen. Seit 2012 erstrahlen ganze Gebäude, aber auch einzelne Fenster abends in orange-farbenem Licht. Damit möchten die Initiatoren ein deutlich sichtbares Zeichen gegen Gewalt setzen. Immer am 25. November sind deshalb zahlreiche Gebäude angeleuchtet. Sie verweisen darauf, dass die Gewalt viele Gesichter hat. Sie reicht von häuslicher Gewalt über sexualisierte Gewalt unter Partnern, sexuelle Übergriffe bis hin zu Menschenhandel und Prostitution.
„Im Durchschnitt wird jede dritte Frau Opfer einer Gewalttat, einer Vergewaltigung oder eines Angriffs“, nennt Susanne von Bassewitz, bis zum Jahr 2020 Präsidentin von Zonta International, harte Fakten. „Gewalt an Mädchen und Frauen ist eine der am weitesten verbreitete Menschenrechtsverletzung“, so von Bassewitz. Dies sage eine Statistik der Vereinten Nationen aus dem Jahre 2015 aus. Die Folge sind langfrististige psychische, sexuelle und physische Folgen. Diese traurige Wahrheit hat auch in Deutschland Bestand, denn 117 Frauen starben im vergangenen Jahr durch die Hand ihres Partners oder Expartners – bei gut der Hälfte der Tötungsdelikte war der Täter der Ehepartner. Allein im Jahr 2019 wurden 141.792 Menschen Opfer von Mord, Totschlag, Körperverletzung oder Vergewaltigung – etwa 81 Prozent davon waren Frauen.
Zonta ist ein weltweiter Zusammenschluss von Frauen, der sich seit 1919 für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen einsetzt. In Wuppertal existiert der Zonta Club seit 1966. Hier werden Frauen sowohl in ihrem privaten, als auch im beruflichen Leben gefördert. Unter dem Motto „Zonta says No“ richtet der Club den Orange Day aus. In den Vorjahren wurden in Kooperation mit einer Firma für Veranstaltungstechnik schon das Barmer Rathaus, der Heckinghauser Gaskessel, das Elberfelder Verwaltungsgebäude und der Wasserturm auf Lichtscheid angeleuchtet. In diesem Jahr erstrahlte auch der Toelleturm in orangefarbenem Licht, um auf die weltweiten Probleme in der Gesellschaft hinzuweisen.
In Ronsdorf ist der Orange Day das Herzensprojekt von Doris Keller: Am Donnerstagmorgen hat sie in Kooperation mit einer Bäckerei an der Lüttringhauser Straße Bäckertüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ an die Menschen in Ronsdorf verteilt. Dabei galt es, die Passanten für das Thema zu sensibilisieren.
Dass das Thema Gewalt gegen Frauen immer noch groß ist, verdeutlicht auch Oberbürgermeister Uwe Schneidewind: Er sehe durch Corona eine deutliche Verschärfung von Übergriffen im eigenen Haushalt. Roswitha Bocklage von der Stadtverwaltung nennt Zahlen, die nachdenklich stimmen: „Im letzten Jahr gab es allein in Wuppertal 32 vergewaltigte Frauen, 122 Frauen und ihre Kinder haben im Frauenhaus Schutz gefunden.“ Die Dunkelziffer liege bei diesen Verbrechen bekanntlich höher. Alle Beratungsstellen seien trotz Corona erreichbar und geöffnet, um in Not geratenen Frauen eine Anlaufstelle zu bieten, so Bocklage abschließend.

 

Festlicher Glanz in Ronsdorf

Einstimmung auf die Adventszeit hat begonnen

Gemeinsam stark: Unter der Mitwirkung zahlreicher Helfer wurde der acht Meter hohe Weihnachtsbaum Mitte der Woche errichtet. (Foto: AS)

(Ro./AS) Die Zeichen stehen auf Weihnachten: Nachdem die Interessengemeinschaft „Wir in Ronsdorf“ am Montagabend die Beleuchtung der festlichen Girlanden in den Straßen eingeschaltet hat, erstrahlt Ronsdorfs Mitte in den Abendstunden in festlichem Glanz.
Aber auch auf dem Bandwirkerplatz hat sich am Mittwoch etwas getan. In liebgewonnener Tradition haben Freiwillige Helfer des Heimat- und Bürgervereins (HuB) in der Mitte der Wiese einen prächtigen Tannenbaum errichtet. Das acht Meter hohe Prachtexemplar aus dem Bergischen Land wurde, wie schon in den Vorjahren, von Frank Auer nach Ronsdorf gebracht, um hier, wie schon seit mehr als zehn Jahren üblich, für festliche Stimmung zu sorgen.  Die neu angeschafften Lichterketten sorgen nun bei Dunkelheit für einen besonders festlichen Glanz in Ronsdorfs Mitte.
Schon am Wochenende zuvor hatte der Heimat- und Bürgerverein zum „Adventszauber“ in den großen Saal der Evangelischen Gemeinde eingeladen, um seine Gäste auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Hier bot sich den Interessierten mehr Platz als am gewohnten Platz im Bandwirkermuseum.
„Allein die Vorbereitungennach dieser langen Coronazeit, hat unsere Helfer und Mitglieder wieder zusammengebracht und alle hatten sehr viel Vorfreude“, berichtet die HuB-Vorsitzende Christel Auer.  Das Highlight war der liebevoll errichtete Weihnachtswald in der Mitte des großen Saals. Liebevoll gestaltet, bildete er das Herzstück des „Adventszaubers“ und erfreute die Gäste mit einer weihnachtlichen Stimmung. Der beliebten Tradition folgend, gab es auch in diesem Jahr einen Wunschsternebaum. Rund zweihundert Ronsdorfer Kinder hatten dem Verein im Vorfeld ihre Weihnachtswünsche mitgeteilt und können jetzt darauf hoffen, dass ihr Herzenswunsch in Erfüllung geht. „Alle Wunschsterne haben inzwischen einen Spender gefunden und wir freuen uns, dass wohl alle Wünsche erfüllt werden“, berichtet Christel Auer.  Selbstgemachtes wie Kunsthandwerk, aber auch Marmeladen und Liköre aus eigener Herstellung fanden reichlich Absatz.
„Wir hätten uns über mehr Besucher gefreut, aber Corona lässt grüßen“, so das Fazit der fleißigen Veranstalter, die sich mit dem Zuspruch der Menschen im Stadtteil zufrieden zeigen und dennoch die Hoffnung auf etwas mehr Normalität im kommenden Jahr noch nicht aufgegeben haben.

 

Gern gesehener Gast in Ronsdorf

Organist Guido Tumbrink spielte in Sankt Joseph

Er kommt immer wieder gern nach Ronsdorf: Kirchenmusiker Guido Tumbrink. (Foto: NeK)

(Ro./NeK) Seit fast 20 Jahren ist Guido Tumbrink gern gesehener Solist bei den Orgelkonzerten zur Marktzeit. In der katholischen Gemeinde in Ronsdorf gab der Kantor aus dem Barmer Nord-Osten am vergangenen Samstag wieder ein Beispiel seines musikalischen Könnens. Johann Pachelbels Ciacona in f-moll, Johann Sebastian Bachs Choralvorspielen „Wir glauben all an einen Gott“ und „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“ folgte im zweiten Teil Johann Ludwig Krebs Fantasia a gusto italiano. Den Abschluss bildete die Orgelsonate in F-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach. An der Seifert-Orgel ließ Guido Tumbrink diese herrliche Musik erklingen. Eine halbe Stunde lang wurden die Zuhörer*innen in der gut besuchten Sankt Josephs Kirche mit dieser stimmungsvollen Mischung aus ihrem Alltag entführt. Ein überaus gelungener Moment des Innehaltens zur „Marktzeit“ um 11.30 Uhr.
Kantor Markus Brandt verwies stolz darauf, dass man trotz der Pandemie unter entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen die Reihe fortsetzen konnte. Zum inzwischen 184. Konzert der beliebten Reihe hatte die katholische Gemeinde eingeladen.

 

FC Remscheid muss gegen Angstgegner ran

Germania und TSV II treffen jeweils auf die Spitzenreiter ihrer Klassen

Torjubel sieht man beim TSV wieder häufiger. (Foto: db)

(Reg./PK) Nachdem der FC Remscheid im letzten Landesliga-Spiel gegen den Spitzenreiter Mülheimer FC drei Punkte einfahren konnte, ist das Team um Trainer Heinemann sicher im Aufwind. Den können die Röntgenstädter am kommenden Sonntag womöglich nutzen, denn der FCR reist nach Oberhausen, wo DJK Arminia Klosterhardt den Gast aus dem Bergischen erwartet. Der Hausherr ist als Tabellenneunter schlechter platziert als der Gast und muss seinen Blick auch immer nach unten richten. Zwei Punkte trennen Klosterhardt von den Abstiegsrängen. Am Mittwoch, den 1. Dezember, trifft der FC Remscheid im Kreispokal beim Angstgegner SV 09/35 Wermelskirchen an, der die Remscheider in den letzten beiden Auseinandersetzungen besiegen konnte. Die Partie im Eifgen-Stadion beginnt um 19.30 Uhr.
Am Mittwoch traf der TSV 05 Ronsdorf im Kreispokal auf den A-Kreisligisten FC Langenberg, hatte gegen die Niederberger wenig Mühe und gewann mit 6:0 Toren. Auch am kommenden Sonntag steht eine vermeintlich leichte Aufgabe auf der Agenda der Zebras. Der VfB Marathon Remscheid, knapp über den vier Abstiegsplätzen positioniert, erwartet die Jungs von Trainer Denis Levering. Das Spiel im Stadion Reinshagen wird um 15.00 Uhr angepfiffen. Der TSV sollte als Tabellenzweiter Favorit sein.
Auch der SSV Germania 1900 musste im Kreispokal ran. Am Donnerstag trat die Germania beim SSV 07 Sudberg an und hatte gegen den A-Kreisligisten mehr Mühe als erwartet, konnte jedoch dank eines 2:1-Sieges in die nächste Runde einziehen. Am Sonntag kommt nun eine Mammutaufgabe auf die Kicker vom Freudenberg zu: Tabellenführer DJK Adler Frintrop kommt zum Kräftemessen zur Germania. Um 14.00 Uhr beginnt die Partie.
Die Zweite des TSV 05 Ronsdorf konnte gegen Jugoslavija einen leistungsgerechten Punkt ergattern (1:1) und ist Tabellenfünfter in der Kreisliga A. Tabellenführer ist der TSV Beyenburg, und genau der kommt am Sonntag zur Ronsdorfer Reserve. Das Spiel an der Parkstraße wird um 14.00 Uhr beginnen.
Nach dem Sieg gegen den TSV Union stand für den SV Jägerhaus-Linde im Kreispokal die große Hürde SV Bayer Wuppertal auf dem Programm. Die Linder schlugen sich achtbar und unterlagen mit 1:3. Am Sonntag erwartet man nun um 15.00 Uhr den Tabellenzweiten TuS Grün-Weiß Wuppertal. Die Gastgeber müssen aufpassen, dass sie nicht wieder in den Abstiegskampf involviert werden.