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Starkregen-Simulation Gefahren für Ronsdorf 

Vortrag in der Bezirksvertretung: Hauseigentümer sollten Vorsorge treffen



Die 3D-Karte zeigt, wo die Wassermassen sich in Ronsdorf ihren Weg suchen würden. Sie halten sich im Wesentlichen an die alten Bachläufe. (Grafik: Ingenieurbüro Beck)

(Ro./dol) Der Zeitpunkt passte wie die sprichwörtliche „Faust auf’s Auge“: In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Ronsdorf am vergangenen Dienstag war Reinhard Beck vom gleichnamigen Ronsdorfer Ingenieurbüro zu Gast, um über das Phänomen „Starkregen“ zu referieren. Dieser Termin war allerdings schon vor sechs Wochen vereinbart worden – und wurde jetzt von den Ereignissen Ende Mai eingeholt. Was wäre, wenn sich so ein Starkregen wie am 29. Mai auf der Talachse in Barmen und Elberfeld in Ronsdorf ereignen würde?  Diese Frage stellte Beck – und die Antworten ließen aufhorchen.
Der Ingenieur rief kurz noch einmal das Starkregen-Ereignis in Erinnerung. Auf einer Skala, die es mittlerweile auch für Starkregenfälle ähnlich wie die für Erdbeben gibt, von eins bis zwölf lag der Wuppertaler Regen bei zehn oder elf – war also ganz schön heftig. Die öffentlichen Abwasserkanäle seien schon bei den Skala-Werten vier bis fünf an die Grenzen ihrer Kapazitäten angelangt – nicht nur auf der Talachse, sondern auch in Ronsdorf. Beck dazu: „Die Kanäle reichen nicht, die Einlaufstrukturen sind überfordert, vorhandene Anlagen versagen.“ Ist man also kommenden Naturkatastrophen hilflos ausgeliefert?
Man kann zumindest vorhersagen, wohin die Wassermassen voraussichtlich strömen werden. Mithilfe von 3D-Modellen lassen sich die Fließwege rekonstruieren. Für Ronsdorf gleichen die potenziellen Starkregenfluten den alten Wasserwegen, also den Bachläufen, die es vor Jahrzehnten im Gebiet des Stadtteils gab. Besonders gefährdet ist demnach der Bereich um das Sparkassen-Gebäude mit der Tiefgarage an der Kreuzung Staasstraße/Marktstraße/Breite Straße und in der Folge der Kreuzungsbereich Am Stadtbahnhof bis hin zum Bandwirker-Bad. „Das ist die Leyerbach-Achse mit ihren Querverbindungen“, erklärte Beck. „Und hier steht das Wasser dann nicht nur im einstelligen Zentimeter-Bereich, sondern deutlich höher.“
Der Ingenieuer warnte allerdings jetzt vor Panikmache. Er appellierte an Gebäudeeigentümer, sich um geeignete Schutzmaßnahmen zu kümmern. Um größere Schäden an Gebäuden zu verhindern, seien Rückstau-Sicherungen die Maßnahmen der Wahl, erklärte Beck. In neun von zehn Kellern fehlten diese. Aber auch Architekten, Straßenbauer und die Politik seien künftig gefragt, beispielsweise bei Oberflächenentwässerung, Straßenprofilen oder begrünten Dächern.
Der Ronsdorfer Ingenieur machte aber auch auf die Kehrseite des Klimawandels aufmerksam – die große Hitze. „Wir dürfen aus den Städten nicht das ganze Wasser ableiten. Das Wasser kühlt die Häuserschluchten, deshalb sind Wasserbecken oder Kanäle von großer Bedeutung.  
„Solche Starkregen wie am 29. Mai sind keine Jahrhundert-Ereignisse mehr, sondern werden als Folgen des Klimawandels immer öfter auftreten“, sagte Beck zum Abschluss seines Vortrags in der Ronsdorfer Bezirksvertretung und ließ eine nachdenklich gewordene Zuhörerschaft zurück.

 

Restaurant Day zieht Massen an

Auch heftiger Regen änderte in diesem Jahr daran wenig



Ein gut besuchter dritter Restaurant Day in Lüttringhausen: Trotz Regengüssen blieben die Besucher. (Foto: PK)

(Lü./PK) Der Besucherandrang beim dritten Restaurant Day in Lüttringhausen hätte legendär werden können – wenn das Wetter besser gewesen wäre und man nicht ständig den Himmel im Blick hätte haben müssen mit der Frage, ob und wann es wieder regnet. Aber auch so können sich die Organisatoren über einen sehr gut besuchten Abend an der unteren Gertenbachstraße freuen.
Der Restaurant Day ist eine Veranstaltung, bei der Menschen, die im normalen Leben alles andere als ein Restaurant betreiben, eben dies für einen Abend tun. In der vergangenen Woche gab es so auf den knapp 200 Metern Straße viel zu entdecken – und zu schmecken.
Bei der Lüttringhauser Volksbühne gab es nach den Heimatspielen wieder Kottenbutter, Grillwürstchen und das eine oder andere Bierchen, fair gehandelte Weine und Suppen hatten Volker Beckmann und die AWO im Angebot, Kartoffelspieße (extrem lecker) gab es in Isa’s Dorf-Shop, bei Sascha von Gerishem konnte man frische Pommes aus der live geschnittenen Kartoffel genießen, auch Putenbrust mit leckerem Gemüse lockte die Gäste an – und Saschas rote Sauce... extrem scharf. Hier dufteten Crêpes, dort lockte ein Cocktail verführerisch, der F(l)air-Weltladen lud zu Pizza und Tortillas ein, gegenüber bei Thorsten Greuling durfte man Stachelbeeren in Schokolade versuchen.
Alleine die Musiker, die den Abend begleiteten, litten ein wenig unter den Regengüssen. Ihre Darbietungen wurden etwas zu spärlich bedacht.

 

„Musik ‘74“: Celebrate with Music

Der Chor der Reformierten Gemeinde Ronsdorf begeistert



Gut besucht war die reformierte Kirche in Ronsdorf beim Chorkonzert von „Musik ‘74“ unter der Leitung von Jürgen Harder. Die instrumentale Begleitung durch Christian Gottwald, Kantor der Evangelischen Ge­meinde Lüttringhausen, rundete den musikalischen Genuss wirkungsvoll ab. (Foto: JoB)

(Ro./JoB) Am vergangenen Sams­tagabend gab der Chor „Musik ‘74“ in der reformierten Kirche Ronsdorf ein vielbeachtetes Konzert mit dem Titel „Celebrate with Mu­sik“. Und das Dargebrachte wurde auch wirklich zelebriert. Was Chorleiter Jürgen Harder aus den unterschiedlichen Stimmlagen herausholt und vereint, kann sich hören lassen.
Der Abend begann mit vier Spirituals, bei denen der Chor  mit dem Rhythmus swingt und auch schwierige Vokal-Passagen gemeinsam meistert.
Der Mittelteil des Konzertes wurde von „Beatles“-Melodien be­stimmt, mal besinnlich, mal fröhlich, aber sehr me­lodisch. Da sprang der Funke zum Pub­likum endgültig über.
Christian Gottwald, Kantor der Evangelischen Gemeinde Lüttringhausen, stellte zwischen den verschiedenen Konzert-Abschnitten sein großes Können am Piano und an der Orgel unter Beweis.
Nach einem Songblock mit Titeln wie „I am“, „Viva La Vida“ und „Africa“ wollte der Applaus kein Ende neh­men.
Das stimmungsvolle Konzert beschloss der Chor dann ge­meinsam mit dem Pu­blikum und dem Claudius-Lied „Der Mond ist aufgegangen“.

 

Von Schweden bis nach Ronsdorf

Wohl international agierende Drogenhändler aufgeflogen



Zierpflanzen wurden von der Polizei an der Geranienstraße in Ronsdorf nicht gefunden. (Foto: Polizei Wuppertal)

(W./Ro./Red.) Seit Oktober 2016 ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal gegen eine mehrköpfige Gruppe von Personen, gegen die der Verdacht besteht, sich als international agierende Drogenhändler zu betätigen. Hierbei handelt es sich um 16 Frauen und Männer im Alter von 28 bis 62 Jahren, die in Wuppertal, Remscheid, Duisburg, Meerbusch und den Niederlanden aufhältig sind. Die Tätergruppe steht im Verdacht, gemeinschaftlich mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Handel getrieben und Marihuana angebaut zu haben.
Vier Hauptverdächtige aus Wuppertal sollen sich im Sommer 2017 zu einer festen Gruppierung zusammengeschlossen und begonnen haben, Kokain und Amphetamin im Kilogrammbereich aus den Niederlanden zunächst nach Wuppertal zu verbringen und von dort ins europäische Ausland (Dänemark, Schweden, Schweiz, Österreich und Italien) zu transportieren.
Im weiteren Verlauf sollen sich der Gruppe weitere Bandenmitglieder zu Beschaffungs- und Auslieferungsfahrten angeschlossen haben, die mit Wuppertaler Fahrzeugen, die sogar über professionelle Schmug­gelverstecke verfügten, durchgeführt wurden. Dabei sollen die Drogen unter anderem aus Lagern in Rotterdam und Venlo geholt und in den Autos in speziellen Verstecken verbaut worden sein. Für den Weitertransport sollen die Drogen in Wohnungen in Wuppertal zwischengelagert und anschließend in umliegende europäische Länder ausgeliefert worden sein.
Neben dem Handel sollen sich zwei der Hauptverdächtigen ein zweites Standbein aufgebaut und mit Unterstützung der Gruppe in Wuppertal Marihuana in großen Mengen angebaut haben.
In Dänemark kam es im Zuge der intensiven Ermittlungen am 25. und 29. Mai zu erheblichen Rauschgiftfunden und Festnahmen von vor Ort tätigen Personen. Gleiches gelang am 10. Juni in Schweden.
Am Donnerstag vollstreckten die Beamten der Ermittlungskommission „Rose“ der Wuppertaler Polizei mit einem Großaufgebot von 200 Einsatzkräften und unter Mithilfe der niederländischen Strafverfolgungsbehörden ab 3 Uhr morgens Durchsuchungsbeschlüsse an mehreren Wuppertaler Örtlichkeiten, sowie in Remscheid, Duisburg, Nettetal, Meerbusch, Venlo und Rotterdam. Insgesamt wurden 18 Objekte durchsucht. Die Durchsuchungen dienten dem Auffinden von Beweismitteln und zur Vollstreckung von sechs Haftbefehlen, die auf Antrag der Wuppertaler Staatsanwaltschaft vom zuständigen Ermittlungsrichter erlassen wurden.
Neben den sechs mit Haftbefehl gesuchten Beschuldigten wurden drei weitere Personen vorläufig festgenommen. Aufgefunden und sichergestellt wurden sechs hochwertige Pkw, darunter zwei Porsche 911 und ein Porsche Panamera sowie ein Motorrad Harley
Davidson. An weiteren Wertgegenständen wurden 110.000 Euro Bargeld sowie zwei Uhren im Wert von jeweils etwa 500.000 Euro beschlagnahmt. Zudem konnte eine Marihuanaplantage mit circa 420 Pflanzen nebst umfangreichen Zubehör an der Ronsdorfer Geranienstraße aufgefunden und beschlagnahmt werden.
Die umfangreichen Ermittlungen unter Beteiligung der dänischen, schwedischen und niederländischen Strafverfolgungsbehörden dauern an.

 

Es geht zweispurig rund auf Lichtscheid

Stadt stellt der Ronsdorfer Bezirksvertretung neue Baumaßnahmen vor



Aus Fahrtrichtung Cronenberg soll der Verkehr um Lichtscheid herum zweispurig geführt werden. (Foto: AS)

(Ro./AS) „Gewährleistung einer leistungsfähigen Verkehrsabwicklung“ – so heißt es in einer Vorlage, die Anfang der Woche der Ronsdorfer Bezirksvertretung (BV) vorgestellt wurde. Gemeint ist ein „verkehrsgerechter Umbau“ des Kreisverkehrs auf Lichtscheid im Hinblick auf den geplanten Ausbau der L419 im Bereich Parkstraße.
Bei der Umsetzung des am Dienstag vorgestellten Konzeptes handelt es sich um  eine vorbereitende Maßnahme, die schon vor Beginn des Ausbaus durch das Land beginnen soll. Soll heißen, dass der zweispurige Ausbau der Landesstraße auch den Kreisverkehr betrifft: „Nur durch einen entsprechenden Umbau kann das zu erwartende Verkehrsaufkommen leistungsfähig abgewi-ckelt und die Verkehrssicherheit erhöht werden“, heißt es in der Vorlage der Wuppertaler Stadtverwaltung.
Gemeint ist der Rückstau rund um den Kreisel, der vor allem in den Stoßzeiten für Unmut bei den Autofahrern sorgt. Aus Fahrtrichtung Cronenberg ist auf der Abbiegespur zwar schon eine zweite Fahrspur vorhanden, die aber weitestgehend ungenutzt bleibt. Dies soll sich künftig ändern. Der Kreisel soll ausgeweitet werden und eine neue Fahrbahndecke erhalten. Aus Ronsdorf kommend soll sich vorerst nichts ändern: Hier wird der Verkehrsfluss in Richtung Barmen, Elberfeld und Düsseldorf erst mit der Verlagerung des Bus-Linienverkehrs im Zuge des L419-Ausbaus optimiert. Später soll dann auch eine Linksabbiegemöglichkeit für Autofahrer, die aus dem Schliemannweg kommen, geschaffen werden. 
Die noch nicht bezifferten Kosten für die Maßnahmen soll das Land tragen. Derzeit geht die Wuppertaler Stadtverwaltung davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte mit den Bauarbeiten begonnen werden kann – Staus sollen nach Möglichkeit nicht entstehen, heißt es dazu aus dem Rathaus.
Für einen reibungslosen Ablauf der umfangreichen Bauarbeiten soll die Planung eines Ingenieurbüros sorgen.