Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

Haltestelle Staasstraße:
Ausbau birgt Zündstoff

An der Ausbauform erhitzen sich in diesen Tagen die Gemüter im Stadtteil

Der Ausbau der Haltestelle Staasstraße könnte schon im März beginnen – jetzt sorgen die Grünen für Unruhe in der Bezirksvertretung. (Foto: AS)

(Ro./AS) Jahrelang kämpften die Ronsdorfer Stadtteilparlamentarier für den Ausbau der Haltestelle „Ronsdorf/Markt“ an der Staasstraße. Nach zähem Ringen gelang in der letzten Sitzung der Bezirksvertreter im November der Durchbruch: Stadtverwaltung und Stadtwerke stellten den Politikern drei Ausbauvarianten vor (das SonntagsBlatt berichtete). In der Sitzung stimmten die Stadtteilparlamentarier für die Verbreiterung der Haltestelle und des Gehweges.
Der Autoverkehr soll demnach an den Bussen vorbeigeführt werden; dies beinhaltet aber einen Rückbau des Gehweges auf der Seite des Bandwirkerplatzes. Fußgänger, die dort unterwegs sind, sollen künftig einen kleinen Umweg über den Platz und den parallel zur Sraße verlaufenden Weg nutzen. Eigentlich kein Problem, sollte man denken. Doch schon in der Novembersitzung der Bezirksvertreter legte Yves Paul Ramette (Bündnis 90/Die Grünen) sein Veto gegen diese Variante ein. Im Alleingang stimmte er für eine andere Ausbauvariante – sie sieht vor, dass die Bürgersteige auf beiden Seiten der Haltestelle erhalten bleiben – zu Lasten des Individualverkehrs: Der Plan beinhaltet nämlich, dass Autos künftig hinter den Bussen, die auf der Straße anhalten müssen, zu warten haben. Das Argument, dass sich hinter den bis zu 17 Bussen, die den Haltepunkt in Spitzenzeiten pro Stunde anfahren, lange Staus in der Innenstadt bilden und dass damit auch der Weg für Fahrzeuge von Rettungsdiensten und der Feuerwehr versperrt würden, ließ Ramette damals nicht gelten.
„Hier geht es auch um die Sicherheit der ein- und aussteigenden Fahrgäste, denen ein gefahrloses Überqueren der Straße ermöglicht werden soll“, unterstreicht Grünen-Sprecherin Claudia Schmidt das Anliegen ihrer Partei auf SonntagsBlatt-Anfrage.
Am kommenden Dienstag werden die Ronsdorfer Stadtteilparlamentarier sich der Diskussion um die Ausbauvariante noch einmal annehmen müssen. Von einer „unmöglichen Forderungen für die sich daraus ergebende Situation für Ronsdorf“ spricht Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes (SPD). Fest steht, dass sich wohl lange Rückstaus hinter den wartenden Bussen bilden. Damit wäre die Ronsdorfer Innenstadt zwangläufig „verkehrsberuhigt“ und die Belastung von Geschäftsleuten, Autofahrern und Anwohnern unzumutbar.
Ungeachtet dessen soll an diesem Samstag eine Informationsveranstaltung der Grünen an der Staasstraße stattfinden, bei der die Partei die Bürger für den alternativen Ausbau von Ronsdorfs meistfrequentierter Bushaltestelle begeistern wollen. „Damit sollen jahrelange Bemühungen aller Parteien durch eine Schnapsidee zunichte gemacht werden“, kritisiert Dorothea Glauner (FDP). Sie fürchtet eine Verzögerung des Ausbaus und vermutet hinter dem Engagement der Grünen eine Aktion, die dem bevorstehenden Wahlkampf geschuldet ist.
Das ehrgeizige Ziel, die Bushaltestelle noch vor den Feierlichkeiten zu Ronsdorfs 275-jährigem Jubilum fertigzustellen, könnte durch das Veto der Grünen in Gefahr kommen. Dabei machen die Grünen gar keinen Hehl daraus, dass man gegen den Durchführungsbeschluss, der im Januar noch im Rat eingebracht werden soll, Stimmung machen möchte.
Wenn sich die anderen Parteien aber am Dienstag für die ursprüngliche Variante einsetzen, soll im März mit dem Umbau begonnen werden.

 

Forensik: „Von einem Ultimatum
kann keine Rede sein“

Minister Karl-Josef Laumann drängt Wuppertaler Stadtverwaltung zu einer Entscheidung

Über den Standort „Kleine Höhe“ für den Bau einer Forensik soll im Mai entschieden werden. (Archivfoto: AS)

(W./AS) Es scheint ein „Schwarze-Peter-Spiel“ zwischen der Kleinen Höhe in Elberfeld und dem ehemaligen Gelände der Standortverwaltung an der Parkstraße zu werden: Seit Jahren schon streiten die Anlieger der Bürgerinitiative „Kleine Höhe“ mit der Stadtverwaltung um den künftigen Standort einer forensischen Klinik. Ein Brief des Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales an Wuppertals Oberbürgermeister (OB) Andreas Mucke könnte die Entscheidung jetzt beschleunigen: „Seit dem Aufstellungsbeschluss sind bereits dreieinhalb Jahre vergangen“, kritisiert Karl-Josef Laumann in seinem Schreiben an den OB. „Die Stadt Wuppertal und das Land haben einen Tausch der beiden Flächen vorgesehen, also die Kleine Höhe für den Bau einer Forensik vom Land und die Parkstraße für die Nutzung als Gewerbegebiet von der Stadt“, so Laumann. Nun drückt aber die Zeit, denn, so der Minister weiter, sei die Zahl der in Maßregelvollzugskliniken unterzubringenden Patienten gestiegen. „Ich hoffe daher, dass nach der erneuten Offenlage zeitnah ein Satzungsbechuss zum Bebauungs-Plan gefasst wird“, schreibt Laumann dem Oberbürgermeister. Rückblick: Die zitierte „erneute Offenlage“ ist wegen eines Formfehlers zustande gekommen – die Stadt hatte in der Offenlegung einen falschen Link zum Umweltgutachten gesetzt. Auch der Umstand, dass die Bereitschaftpolizei statt an die Parkstraße jetzt doch am Standort Müngstener Straße bleibt, hatte eine erneute Offenlage nötig gemacht. Dadurch sind rund vier Wochen verstrichen – die Planungen seien aber im Zeitplan, betont Martina Eckermann vom Presseamt der Stadt Wuppertal auf SonntagsBlatt-Anfrage. Sie rechnet damit, dass die rund 1.400 Eingaben gegen das Vorhaben im Mai kategorisiert sind und dem Rat zur Entscheidung über den endgültigen Standort vorgelegt werden können. Anfang der Woche hat Oberbürgermeister Andreas Mucke mit Karl-Josef Laumann über den Bau der Forensik gesprochen. „Der Mi­-
nister war sehr gelassen“, betont Mucke im Gespräch mit dem SonntagsBlatt, gleichwohl müsse jetzt eine Entscheidung für den Standort getroffen werden. Eine Klage der Bürgerinitiative hätte dagegen keine aufschiebende Wirkung auf das Verfahren.
Alexander Schmidt von der FDP sieht den OB in der Pflicht: Er fordert Mucke auf, dafür Sorge zu tragen, dass der Rat zeitnah in Sachen Ansiedlung einer forensischen Klinik auf der Kleinen Höhe endlich Satzungsrecht schafft, damit an der Parkstraße Gewerbe zur Schaffung neuer Arbeitsplätze angesiedelt werden kann. 
„Durch das zögerliche Verhalten der Verwaltung laufen wir Gefahr, dass Karl-Josef Laumann die in Wuppertal geplante Forensik doch in Ronsdorf errichten will und somit die dringend zur Gewerbeansiedlung benötigte Fläche ersatzlos wegfällt“, so Schmidt.
SPD-Landtagsabgeordneter Dietmar Bell ist hingegen „zuversichtlich, die Pläne an der Kleinen Höhe zeitnah umsetzen zu können“.

 

Ein neuer Bus für alle Fälle

Fundraising-Projekt der Gemeinde kommt gut voran

Seit August vergangenen Jahres läuft die Fundraising-Aktion der Evangelischen Gemeinde. Jetzt knacken die Verantwortlichen die 20.000-Euro-Marke. (Foto: AS)

(Ro./AS) „Unser Fundraising-Projekt ,Gemeindebus’ nimmt immer mehr Fahrt auf“, freut sich Friederike Slupina-Beck, Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde in Ronsdorf. Die Rede ist von dem Vorhaben, den alten und in die Jahre gekommenen Gemeindebus gegen ein neues Fahrzeug zu ersetzen – mit der breiten Unterstützung der Ronsdorfer (das SonntagsBlatt berichtete). Jung und Alt nutzen den Kleinbus der Evangelischen Kirchengemeinde Ronsdorf seit vielen Jahren. „Ohne ihn können manche Angebote nicht stattfinden und Menschen werden ausgeschlossen“, verdeutlicht Slupina-Beck. Seit seiner Anschaffung 2005 konnten mit Unterstützung der zahlreichen ehrenamtlichen Fahrer zahlreiche Aufträge mit dem Gemeindebus bewältigt werden. „Die Angebote kommen dabei besonders den Menschen zugute, die körperlich oder finanziell eingeschränkt sind“, so Friederike Slupina-Beck. „Wir nehmen alle mit ist keine Floskel, sondern Auftrag“, betont sie.  Und alle mitnehmen möchte die Gemeinde auch bei der Anschaffung des neuen Busses, der sich durch Spenden finanzieren soll. Ein neuer Kleinbus kostet bis zu 65.000 Euro. Dabei kommt die Gemeinde ihrem ehrgeizigen Ziel einen guten Schritt näher.
Am vergangenen Wochenende organisierte Maik Kaufmann, vielen Ronsdorfern bekannt durch sein Projekt „sportler helfen“, gemeinsam mit zahlreichen Kindern ein Waffelbacken in einem Baumarkt auf Lichtscheid. Kaufmann, selbst „Konfi-Vater“, übergibt an diesem Wochenende im Rahmen des Gottesdienstes am Sonntag einen symbolischen Scheck mit der Summe des Erlöses an Pfarrerin Slupina-Beck. „Wir sind jetzt kurz davor, die 20.000 - Euro-Marke zu knacken“, freut sich die Pfarrerin.

 

GGS Echoer Straße ausgezeichnet

(W./Red.) Am Dienstag fand die Siegehrung des Volkslaufes 2019 statt. Die Grundschule Echoer Straße konnte einen Preis mitnehmen: „Heute wurde die Grundschule Echoer Straße geehrt. Sie war im Jahre 2019 die Schule mit den prozentual zweitmeisten Teilnehmer*innen beim Volkslauf. Im Rahmen einer Siegerehrung wurde uns die silberne Ehrentafel überreicht, die nun für ein Jahr in unserer Schule hängt“, so Schulleiter Sven Ludwig. Die teilnehmenden Kinder hatten eine Menge Spaß bei Kakao, Limo, Kuchen und einem tollen Unterhaltungsprogramm in der Gesamtschule in Barmen.