Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

Die unterschiedlichen Facetten des Ehrenamtes

Erfolgreiche Woche des „Bürgerschaftlichen Engagements“ in Wuppertal

Großes Interesse am Stand der „Pechpfoten“ in der Stadtsparkasse. Filialleiterin Martina Schulz (re.) und Regionalleiter Wolfgang Jarisch (Mitte) hatten die Vereine eingeladen, ihre ehrenamtliche Arbeit vorzustellen. (Foto: AS)

(W./Ro./AS) Mehr als 100.000 Menschen in Wuppertal engagieren sich in Sachen Ehrenamt. Das sind fast ein Drittel aller Bürger in der Schwebebahnstadt. Die Mitglieder des Ronsdorfer Heimat- und Bürgervereins (HuB) setzen sich unermüdlich für ein liebens- und lebenswertes Ronsdorf ein. „Ohne die vielen Ehrenamtlichen, die sich auch in unserem Stadtteil engagieren, würden viele Aktionen, Sportveranstaltungen und große Feste wie der Liefersack, das Wein- oder das Bürgerfest, nicht stattfinden“, bilanziert die HuB-Vorsitzende Christel Auer.
Um die Arbeit der zahlreichen Ehrenamtler vorzustellen – und natürlich um Nachwuchs zu generieren – fand in dieser Woche die „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“, kurz „wodebuen“, statt. Am Donnerstag stellten Vereine aus Ronsdorf im Foyer der Stadtsparkasse an der Staasstraße ihre Projekte vor.
„Engagement soll bei uns sichtbar gemacht werden“, unterstreicht Sparkassen-Regionalleiter Wolfgang Jarisch die Intention der Sparkasse, das Ehrenamt zu unterstützen.
Einer der vielen Menschen, die ehrenamtlich aktiv sind, ist Jutta Hufschmidt aus Cronenberg. Sie engagiert sich im Förderverein der Altenhilfe Ronsdorf. Auf die Arbeit des Fördervereins wurde sie vor vier Jahren aufmerksam: Der Aufenthalt ihrer Mutter im Altenheim an der Schenkstraße bewegte sie dazu, auch etwas zu tun. Seitdem repräsentiert die 66-Jährige den Förderverein auf Festen und Informationsveranstaltungen.
Zum ersten Mal in Ronsdorf präsentierte sich der Tierschutzverein „Pechpfoten e.V.“ – und mit ihr Veronika Franke. „Das ist mein erster Einsatz für die ,Pechpfoten’“, berichtet sie im SonntagsBlatt-Interview. Nachdem die gelernte Tierpflegerin vor einem Jahr in den Ruhestand ging, hatte sie das Bedürfnis, „noch etwas zu tun“, wie sie es beschreibt. Der Verein hat sich vor 16 Jahren mit acht Mitgliedern aus der Idee heraus gegründet, dass „im Ausland viel für den Tierschutz getan wird – nur in Deutschland fehlte es an einem adäquaten Angebot“, berichtet Anke Süper, die damals die „Pechpfoten“ gründete. Stolz berichtet sie, dass sich sechzig Mitglieder gefunden haben, die ihre Arbeit unterstützen. Die Suche nach einer eigenen Herberge ist aktuell das größte Projekt für die hauptberufliche Tierheilpraktikerin.
Dass Ehrenamt nicht nur etwas für Erwachsene ist, haben Emma und Lorna am Stand von „Plant for the Planet“ eindrucksvoll bewiesen. Die beiden 13-jährigen  Schülerinnen sind durch ein Projekt an der Erich-Fried-Gesamtschule auf den Klimaschutz aufmerksam geworden und engagieren sich seit 2017 als Klimabotschafterinnen.
Ein eindrucksvoller Beweis dafür, was ehrenamtliches Engagement bewegen kann, sehen die Ronsdorfer derzeit an der Baustelle der reformierten Kirche an der Elias-Eller-Straße: Der Verein „Denkmal Reformierte Kirche“ gründete sich vor zwölf Jahren, als herauskam, wie schlecht es um die Bausubstanz des Gebäudes stand. Gründungsmitglied Helmut Hoffmann nennt wurde die stolze Summe von 600.000 Eu­ro, die durch Spenden zusammengetragen wurde, mit denen die aufwändige Sanierung der Kirche erst möglich geworden ist. Das gibt Hoffmann ein gutes Gefühl, „wenn man weiß, das man etwas bewegt“, zieht er zufrieden Bilanz.

  

Wenn die „jungen Wilden“ die Rolle tauschen

200 Schüler waren beim diesjährigen Polizei-Aktionstag „Junge Fahrer“

Viel Aktion für die gut zweihundert Teilnehmer: Eine simulierte Kontrollsituation, der Parcours mit der „Torkelbrille“ oder der Crash mit dem Gurtschlitten. (Foto: AS)

(Ba./AS) Mutig baut sich der Polizist vor dem herannahenden SUV auf und hält die Kelle hoch, um den Autofahrer zum Anhalten zu bewegen. Das Auto kommt zum Stehen, doch damit fangen die Probleme erst an, denn der Fahrer ist betrunken.
Fast täglich werden Polizisten mit dieser Szenerie konfrontiert. Rollentausch: Der Polizist ein Schüler – der weinselige Autofahrer, natürlich stocknüchtern unterwegs – ein Polizist. Bereits zum 19. Mal fand jetzt die Unfallpräventionsveranstaltung „Junge Fahrer“ auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei auf Lichtscheid statt. Mal die Rollen tauschen und eigene Erfahrungen sammeln – das konnten die 200 Teilnehmer an diesem Tag. Einen Parcours zu Fuß oder im Auto mit der Torkelbrille zu absolvieren, sollte einen Marsch oder eine Autofahrt unter Alkoholeinfluss simulieren. So zeigten sich die jungen Fahrer sichtlich beeindruckt – auch vom Überschlagssimulator, aus dem es galt, sich zu befreien.

 

Zapfen werfen im Wald

Waldjugendspiele an Umwelt-Station

Forstmeister Jan-Hendrik Frieg erklärt Schülern der Grundschule Hammesberger Weg die Fauna. (Foto: AS)

(Cro./AS) Den Wald erleben – und zwar mit allen Sinnen, darum ging es an den zwanzig Stationen der diesjährigen Waldjugendspiele an der Station Natur und Umwelt. Bereits zum 14. Mal hat die Stadt Wuppertal 330 Grundschüler aus dem gesamten Stadtgebiet eingeladen, um den heimischen Wald zu erkunden. Dabei ging es um die „praktische Umwelterziehung“.
Erstmals wurden in diesem Jahr einige Stationen von Lehramtsanwärtern ausgerichtet und betreut. So kamen neue Stationen hinzu, auch ein Feedback mit dem „Blick von außen“ wurde nach der Routine der vergangenen Jahre möglich. Für die Viertklässler ging es darum, sich gemeinsam im Wald zu orientieren, aber auch Geschicklichkeit war gefragt, beim Sägen von Baumscheiben – natürlich unter fachmännischer Anleitung – und beim Fichtenzapfenweitwurf auf der großen Wiese des Freiluft-Unterrichtsplatzes. So wurde spielerisch die Kreativität und die Geschicklichkeit der kleinen Teilnehmer gefördert – Langeweile kam da gar nicht erst auf. Im Anschluss gab es ein zünftiges Pfadfinderlager, das wieder von der Deutschen Waldjugend ausgerichtet wurde. Über dem Feuer wurde Waldfrüchtetee gekocht. Beim Betrachten von Fellen und Tierpräparaten konnten die Schüler mit den heimischen Waldtieren bei  Förster Jan-Hendrik Frieg auf Tuchfühlung gehen.

 

Einmal mehr nur Fußball-Magerkost

FCR, TSV und Linde verlieren · Nur TSV II gewinnt · Germania abgesagt

Auch das Spiel der TSV-Zweiten war kein fußballerischer Leckerbissen, doch am Ende stand wenigstens ein 3:2-Erfolg für den TSV, der sich schwer tat, ideenreich im Sturm zu agieren. Da war ein Strafstoß schon recht hilfreich. (Foto: JoB)

(Reg./PK) Nach einem guten Start in die Saison schwächeln die vom SonntagsBlatt regelmäßig beobachteten Vereine unterdessen beachtlich und sind allesamt im Mittelfeld der Tabellen unterwegs, haben mit dem Abstieg aktuell nichts zu tun, aber spielen auch nicht um einen möglichen Aufstieg.
Der anfängliche Hoffnungsschimmer des FC Remscheid hat sich zumindest leicht abgeschwächt. Beim VfB Speldorf stand es bis kurz vor Schluss 3:3 unentschieden, bevor die Röntgenstädter noch zwei späte Treffer zuließen (3:5). Als Sechster der Landesliga erwartet die Mannschaft um Trainer Marcel Heinemann am Sonntag den MSV Düsseldorf, eine Durchschnittself der Liga, die man jedoch keineswegs unterschätzen darf.
Der TSV 05 Ronsdorf unterlag im Heimspiel gegen die Zweitvertretung der SSVg Velbert mit 1:3-Toren und findet sich auf Tabellenplatz sieben wieder, wohl etwas unter den Erwartungen des Vereins. Am Sonntag steht der unbequeme Gang zum ASV Mettmann an, dem starken Tabellenfünften. Will man nicht endgültig in den Kreis der grauen Mäuse eindringen, sollte der TSV punkten.
Auch der SSV Germania 1900 konnte keinen Dreier einfahren und unterlag dem Gastgeber DV Solingen mit 1:3. Noch ist die Germania auf der sicheren Seite (11.) der Tabelle, aber bei drei Absteigern und einem Relegationsplatz ist Vorsicht angesagt. Nun kann jedoch ein großer Schritt Richtung gesichertes Mittelfeld getan werden, denn der Heisinger SV, direkter Tabellennachbar der Germania, kommt als Gast an den Freudenberg. Drei Punkte für die Hausherren würden den Druck auf die Germania deutlich lindern.
Alleine die Zweite des TSV 05 Ronsdorf konnte am vergangenen Wochenende drei Punkte einfahren. In der Kreisliga A konnte man das Team von Hellas Wuppertal mit 3:2- Toren besiegen und Tabellenplatz neun belegen. Nun tritt man beim SV Bayer Wuppertal an und hofft beim Tabellensechsten den kleinen Aufschwung ausnutzen und zumindest etwas Zählbares mitnehmen zu können.
Der SV Jägerhaus-Linde konnte dem Tabellenzweiten Grün-Weiß Wuppertal nichts entgegensetzen und verlor die Partie mit 0:4. Bereits am Freitag (20.9.) gab es die Chance auf Wiedergutmachung: Um 20.00 Uhr traf man (nach Redaktionsschluss) auf den TSV Union Wuppertal, der mit drei Punkten aktuell auf einem Abstiegsplatz steht. Die Linder, nach zwei Siegen in Folge durch das 0:4 wohl eher ernüchtert, könnten bei einem Sieg wieder in die obere Tabellenhälfte vordringen.